Der Tag fing schon seltsam an.
Frühmorgens ging es zur Werkstatt. Unsere Mitsumuschi benötigte dringend neue Querlenker. Bereits auf dem Weg dorthin kamen wir unverhofft zum ersten Unfall des Tages.
Der Tag fing schon seltsam an.
Frühmorgens ging es zur Werkstatt. Unsere Mitsumuschi benötigte dringend neue Querlenker. Bereits auf dem Weg dorthin kamen wir unverhofft zum ersten Unfall des Tages.
Dank tatkräftiger Hilfe ist das auch schnell gelungen.
Zuvor gab es dann noch einen Ausflug nach Erkelenz.
Hier waren zwei Fahrzeuge aneinander geraten. Ordnungsgemäß stellte ich hier das MediaBike brav ins Parkhaus. Regensicher quasi - wobei der Regen - mal abgesehen von ein paar Tropfen auf Anfahrt - dann doch nicht runter kam.
Als ich mich am Nachmittag auf mein Mediabike setzte, ahnte ich schon: Das wird keine gewöhnliche Fahrt. In Wassenberg und Ratheim stehen derzeit so viele Baustellen, dass man meinen könnte, jemand habe sie absichtlich wie ein Hindernisparcours für Motorradfahrer angeordnet. Jede Umleitung führte zuverlässig zur nächsten, und spätestens an der nervigen Baustellenampel habe ich mich gefragt, ob ich vielleicht doch hätte fliegen sollen.
Trotz dieser kleinen Abenteuer gelangte ich schließlich zur Gladbacher Straße in Hückelhoven, Einmündung Brassertstraße. Dort hatte es einen Alleinunfall mit einem Motorroller gegeben. Die Einsatzkräfte waren bereits vor Ort fertig - die Feuerwehr auf dem Weg zurück ins Gerätehaus. Der Rollerfahrer war gestürzt, aber zum Glück nur leicht verletzt und bereits auf dem Weg ins Krankenhaus.
Die Feuerwehr hatte an der Einsatzstelle die auslaufenden Betriebsmittel abgestreut – in der Nachmittagssonne wirkte das Granulat fast wie grobkörniger Schnee rund um den Roller. Kurze Zeit später kam ein Transporter eines Autohauses angerollt, um das beschädigte Gefährt einzuladen.
Ich machte meine Fotos und musste schließlich schmunzeln: Der eigentliche Nervenkitzel dieses Einsatzes lag eindeutig auf dem Weg dorthin. Der Unfall selbst war glimpflich ausgegangen – und mein Mediabike hatte den Baustellen-Dschungel bereits einmal erfolgreich bezwungen.
Der Rückweg wurde dann doch nochmal spannend - mein Fahrziel lag nun wieder hinter den Baustellen.
Kalkar
Laut knatternden Motoren und starke Maschinen verbinden viele mit Freiheit und Abenteuer. In Kalkar stehen sie außerdem für etwas anderes: gelebte Solidarität. Die „Robin Hood – Biker und Triker aus Kalkar“ sind längst zu einer festen Größe im sozialen Leben der Region geworden. Der lockere Zusammenschluss von Motorrad- und Trike-Fahrern organisiert über das ganze Jahr hinweg Aktionen, die vor allem Kindern zugutekommen.
Im Frühjahr beginnen die Mitglieder meist mit ihren ersten Ausfahrten, doch der Fokus liegt weniger auf der Tour selbst als auf dem Ziel: Kindergärten, Jugendgruppen oder Familienfeste. Ob als Überraschungsbesuch bei einem Kinderfest oder als Begleitteam bei Spendenaktionen – die Gruppe sorgt regelmäßig für strahlende Augen. Ihre Fahrzeuge dürfen dabei natürlich aus nächster Nähe bestaunt werden. Viele Kinder sitzen zum ersten Mal auf einem Trike oder hören den Motorsound eines echten Cruisers, was für die Robin-Hood-Mitglieder oft der schönste Moment des Tages ist.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung sozialer Einrichtungen. Mehrmals im Jahr starten die Biker Sammelaktionen für Spielsachen oder dringend benötigte Alltagsgüter. Gerade in der Adventszeit sind sie besonders aktiv: Mit der traditionellen Weihnachtsfahrt bringen sie Geschenke zu Einrichtungen in der Region und machen Familien eine Freude, die sonst vielleicht leer ausgehen würden.
Auch auf öffentlichen Veranstaltungen sind sie präsent – ob Stadtfeste, Benefiztreffen oder spontane Hilfsaktionen nach Aufrufen aus der Nachbarschaft. Oft arbeiten sie mit lokalen Vereinen zusammen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Dass die Mitglieder ihre Zeit ehrenamtlich investieren, ist für sie selbstverständlich. „Wenn wir helfen können, dann tun wir das“, ist ein Satz, den man in der Gruppe oft hört.
Mit ihrem Engagement haben sich die Robin Hood – Biker und Triker aus Kalkar längst einen Namen über die Stadtgrenzen hinaus gemacht. Was als Hobby und gemeinsame Leidenschaft begann, hat sich zu einer Gemeinschaft entwickelt, die nicht nur auf der Straße, sondern auch sozial stark unterwegs ist – ganz im Sinne ihres Namensgebers: denen helfen, die Unterstützung brauchen.
Kontakt: info@rhbt.de
Webseite: www.rhbt.de
Fotos: Robin Hood
Bericht: Mediabiker HS