Das Beeline Moto II ist ein äußerst kompaktes und übersichtliches Motorradnavi, das auf den ersten Blick durch sein minimalistisches Design und die einfache Bedienung überzeugt. Das Gerät selbst fungiert im Grunde genommen als eine Art „Monitor“, der ohne die zugehörige Beeline App nicht funktionsfähig ist.
Diese App ist zwingend erforderlich, um Routen zu planen, zu navigieren und Daten zu empfangen.
Die Beeline App bietet zwei Modelle: eine kostenlose Basisversion und ein kostenpflichtiges Premium-Abo.
Letzteres verspricht Zugriff auf Echtzeitdaten wie Verkehrsinformationen und alternative Routen, kostet jedoch rund 5 bis 6 Euro im Monat.
Das Gerät selbst liegt preislich bei etwa 200 Euro und wurde im Praxistest auf einer Tour durch die Eifel ausprobiert. Dabei zeigte sich schnell, dass die Navigation nicht immer zuverlässig ist. Auf der Strecke Richtung Woffelsbach führte das Navi trotz klarer Beschilderung („Durchfahrt für Motorräder an Samstagen, Sonn- und Feiertagen gesperrt“) genau über diese verbotene Route. Nach wenigen Metern wurde angehalten, um den Fehler zu prüfen – ob Gerät, App oder Nutzerfehler. Entgegenkommende Biker warnten vor einer Polizeikontrolle, die kurz darauf folgte.
Die Route wurde daraufhin gelöscht und ein neues Ziel eingegeben, das ebenfalls nach Woffelsbach führen sollte. Doch auch hier wiederholte sich das Problem: Das Beeline Moto II leitete erneut über eine für Motorräder gesperrte Strecke. Wieder kamen Warnungen von anderen Fahrern, die auf Kontrollen hinwiesen.
Daraufhin wurde beschlossen, ein anderes Ziel ohne Navi anzusteuern und sich später am Rursee neu zu orientieren. Auf dem Rückweg nach Hause schien zunächst alles problemlos zu funktionieren, bis das Navi auf eine Straße mit Sackgassen- und Baustellenhinweis führte.
Da die Durchfahrt bis zu einem bestimmten Straßennamen erlaubt war, wurde der Route zunächst gefolgt – nur um nach etwa fünf Kilometern vor einer vollständigen Sperrung zu stehen. Radfahrer, die aus der Baustelle kamen, berichteten zudem von einer weiteren Polizeikontrolle am Ende der Strecke.
Fazit
Das Beeline Moto II punktet mit Design, Kompaktheit und einfacher Handhabung. Die Idee eines minimalistischen Navis, das sich auf das Wesentliche konzentriert, ist grundsätzlich gelungen. Die Sprachassistenten sind dazu etwas nervig
In der Praxis zeigte sich jedoch, dass die Navigationsdaten – insbesondere in Kombination mit der App – nicht immer zuverlässig sind. Gesperrte Strecken, Baustellen und temporäre Verkehrsbeschränkungen werden offenbar nicht korrekt berücksichtigt.
Für Freizeitfahrer, die einfache Routen bevorzugen und sich nicht auf Echtzeitdaten verlassen müssen, kann das Beeline Moto II eine interessante Option sein. Wer jedoch präzise Navigation und aktuelle Streckeninformationen erwartet, sollte die Einschränkungen der App und die Abhängigkeit vom Premium-Abo bedenken. Insgesamt bleibt der Eindruck eines gut gemeinten, aber in der Praxis noch unausgereiften Systems.
Oder ganz Trocken
Das Beeline Moto II hat uns bei EINER TOUR durch die Eifel beinahe 3 x in die "Falle" gelockt. Das würde in Euro heißen: 3 x 50,- Euro - also insgesamt 150,- Euro an Verwarnungsgeldern und bei "Wiederholungstätern" ... die wir bei 3 x sicherlich dann auch sind hätte es zusätzlich Bonuspunkte in Flensburg gegeben ... und das bei "EINER" Tour ... (und das mal zwei Motorräder)