Donnerstag, 19. März 2026

Abschied vom Himmerich – Eine Heinsberger Legende schließt ihre Türen


Meine persönliche Geschichte

Gestern, an einem unscheinbaren Mittwoch, erreichte mich eine Nachricht, die mich mitten im Alltag innehalten ließ: Die Diskothek Himmerich in Heinsberg-Randerath – ehemals bekannt als Haus Waldesruh – soll in wenigen Wochen schließen. Für viele in unserer Region ist dieser Ort weit mehr als nur ein Nachtclub. Es ist ein Stück Jugend, Erinnerung und Zeitgeschichte.

Neugierig geworden, begann ich am Abend zu recherchieren, ob an dem Gerücht etwas dran ist. Und tatsächlich – mehrere Hinweise im Umfeld bestätigen es: Die legendäre Diskothek steht offenbar vor ihrem Ende. Schon in der Corona Zeit war der Betrieb Pandemiebedingt unregelmäßig, die Besucherzahlen schwankten, und wie Insider berichten, ist der Aufwand, eine so große Anlage rentabel am Laufen zu halten, mittlerweile kaum noch zu stemmen.



Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Besuche dort – es muss irgendwann in der Mitte der 1980er-Jahre gewesen sein. Damals hieß der Club noch Waldesruh, und man konnte direkt rechts neben dem Gebäude parken, bevor die Zufahrt umgebaut wurde. Der Eingang war bescheiden, das Licht bunt und flackernd, und innen wartete eine Atmosphäre, die man in der Region sonst nirgendwo fand: Tanzfläche, Diskokugel, Nebelmaschine – und Musik, die noch live aufgelegt wurde, nicht digitalisiert wie heute.

Über die Jahrzehnte hinweg wandelte sich der Club mehrfach: Neue Ideen, neue Konzepte, neue Zielgruppen. Doch der Name Himmerich blieb und auch "Waldesruh" hängt heute noch am Gebäude – ein Synonym für Partynächte, Jugendlieben und den manchmal schmerzhaften Morgen danach.


In späteren Jahren führte mich mein Weg immer wieder zufällig dorthin – allerdings meist aus beruflichem Interesse. Ich erinnere mich an mehrere Einsätze in der Umgebung: schwere und auch tödliche Verkehrsunfälle in der Nähe des Himmerich, an die man sich ungern erinnert; und auch an die Zeit während der Corona-Pandemie, als auf dem großen Parkplatz ein gestrandeter Zirkus ausharren musste – ein Sinnbild stillstehender Zeiten.

Gestern Abend also, als ich die Nachricht von der bevorstehenden Schließung endgültig bestätigt fand, überkam mich eine merkwürdige Mischung aus Wehmut und Dankbarkeit. Es ist, als würde ein Kapitel regionaler Geschichte zu Ende gehen.



Ob und wie es mit dem Gelände weitergeht, ist bislang unklar. Vielleicht entsteht dort etwas Neues – oder der Ort wird, wie so viele andere kulturelle Institutionen, der Vergangenheit überlassen. Sicher ist nur eines: Der Himmerich war für Generationen aus dem Kreis Heinsberg ein Ort voller Geschichten, Begegnungen und Emotionen.

Und für mich persönlich bleibt er das Symbol einer Zeit, in der Musik, Menschen und Nächte noch ein kleines Stück unvergesslicher waren.

Mittwoch, 18. März 2026

Die Geschichte des MediaBiker

 Die Geschichte der MediaBikes beginnt spannend – fast wie ein Stück regionaler Pressechronik auf zwei Rädern.

Am Anfang stand eine Honda CB 900 Bol d’Or – kernig, laut, zuverlässig. Mit ihr begann der Reporter, damals noch mit Kamera und Handy im Tankrucksack, seine ersten Einsatzfahrten zu Unfallorten und Blaulichteinsätzen im Kreis Heinsberg. Die Honda war schnell, aber auch schwer – sie machte klar: für echte Reportageeinsätze musste das Fahrzeug praktisch, wendig und robust sein.



Auf die Bold’Or folgte  die Suzuki Bandit 600, das erste „echte“ MediaBike im modernen Sinne. Sie bot mehr Fahrkomfort und die nötige Wendigkeit im Stadtverkehr. Wochenend- und Nachteinsätze, Regenfahrten und kilometerlange Landstraßen gehörten nun zum Alltag – die Maschine war Mittel zum Zweck und treue Begleiterin zugleich. Und wichtig: Der Bandit verzeiht Fahrfehler.

Unzählige Fahrten zu Einsatzstellen wurden mit dem Bike zurück gelegt und die Bandit war ganzjährige unterwegs - Ausnahmen bei Unwetter, Schnee und Eis.

Später kam eine  BMW K75 RT, ein Klassiker unter Tourern, mit Platz für Kameraausrüstung und Schutzschilden für lange Einsätze. In den Farben "grün weiß" war die BMW zuvor in der KRAD Staffel der Polizei in Dienst gewesen. Sie stand für eine Phase größerer Reichweite – Berichterstattung überregionale Einsätze und  Fahrten bei fast jedem Wetter.




Nach einem schweren Fahrradunfall im November 2022 änderte sich vieles: 

Die schweren Motorräder mussten weichen. Es folgte der Umstieg auf leichtere 125er Motorroller, die erstaunlich zuverlässig den Titel „Mediabiker“ festigten – als Reporterfahrzeug allerdings ohne einen gewissen Charakter und ohne die großen Augen von Zweiradfreunden die man sah wenn man die Honda oder den Banditen erwähnt.





Doch die Entwicklung ging weiter: zwei Suzuki Burgman 400, komfortabel und wendig, übernahmen den Dienst des MediaBike. Sie verbanden Geschwindigkeit mit Stauraum – ideal für Kameras, Stative und Notfallausrüstung. 



Auf den beiden baugleichen Burgman Rollern (beide Bj 1999), die von mir beide "Herr Burgman" genannt wurden kamen auch viele Kilometer an Einsatzfahrten zusammen. Durch die schweren Verletzungen des Unfalls und den nun bleibenden Schäden an Wirbelsäule, Schulter und Beinwar ein Aufsteigen auf den Roller eine Leichtigkeit. 



Schließlich kehrte mit einer Bandit 1200 die Kraft der Anfangsjahre zurück – ein Symbol der Rückkehr zur alten Stärke, diesmal mit Erfahrung, Technik und einem klaren Ziel: schnell vor Ort zu sein, professionell zu berichten, und sicher nach Hause zu kommen - sofern es die Umstände durch den Unfall dann auch zulassen. 


Biker Union e.V. - Info zu Biker Union und der Antrag

              


Und jetzt wo auch ich Mitglied geworden bin gibts hier
auf MediaBiker dann auch ein wenig Info - und auch den Mitgliedsantrag
der Biker Union e.V. 


 



Dienstag, 17. März 2026

Mit dem MEDIABIKE zum SEK Einsatz nach Heinsberg

Heute Mittag war ich gerade dabei, die Kameraausrüstung zu checken, als die erste Meldung auf meinem Handy aufploppte: Gefährdungslage in Heinsberg, Valkenburger Straße gesperrt. Mehr stand zunächst nicht da. Mein Interesse war geweckt – so etwas ließ mich nicht lange zögern.

Ich kletterte in die Motorradbekleidung, setzte den Helm auf und schwang mich auf mein MediaBike. Der Motor brüllte auf, und noch bevor die erste Kreuzung erreicht hatte, wusste ich: Heute wird wieder ein Tag an der Front der Nachrichten. Der Wind peitschte mir ins Gesicht, während ich durch den Kreis Heinsberg fuhr – Blaulicht in der Ferne, ein klares Zeichen: Hier ist was los.




Als ich in der Valkenburger Straße ankam, war der Bereich weiträumig abgesperrt. Polizei, Feuerwehr, Drehleiter – das volle Programm. Ein Mann hatte offenbar Gegenstände aus dem Fenster einer Dachgeschosswohnung geworfen und sich danach dort verbarrikadiert. Das SEK war bereits angefordert und traf kurz nach mir an der Einsatzstelle ein. Ich parkte das MediaBike am Straßenrand, griff zur Kamera und begann, die Lage zu dokumentieren.

Von Zeugen erfuhr ich, dass zuerst mehrere Gegenstände auf die Straße geflogen waren. Der Grund? Unklar. Die Einsatzkräfte sicherten alles ab, um jegliche Gefahr auszuschließen. Eine Beamtin wurde mit der Drehleiter auf Fensterhöhe gebracht, um Kontakt mit dem Mann aufzunehmen. Eine Drohne flog mehrmals an den Fenstern vorbei – Hightech im Einsatz, direkt vor meinen Augen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam Bewegung in die Szene. Das SEK stürmte die Wohnung, der Mann wurde überwältigt und anschließend vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Niemand sonst war verletzt worden. Die Polizei gab kurze Zeit später Entwarnung: Für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden.


Kurz bevor die Sperrung aufgehoben wurde, nahm ich die letzten Aufnahmen auf. Dann startete ich wieder den Motor meines MediaBikes. Der Einsatz war vorbei – aber der Bericht musste raus. Während ich den Helm aufsetzte, dachte ich: Wieder ein Tag, an dem sich zeigt, wie nah Spannung, Risiko und Journalismus beieinanderliegen.

Einsatz Heinsberg – abgeschlossen. Berichterstattung läuft.

Montag, 16. März 2026

Brand eines Wohnhauses in Ratheim

 In den frühen Morgenstunden des 15.03.2026  rückte die Hückelhovener Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand nach Ratheim aus. Kalt und Nass war es am Morgen so das ich zunächst einmal mit dem Outlander den Weg zur Einsatzstelle zurücklegte.

Ein Zimmerbrand hatte  sich auf das Haus ausgedehnt und machte das wohnen dort von jetzt auf gleich unmöglich.


Nachdem das Wetter im Verlauf des Vormittages dann deutlich besser wurde besuchte ich mit dem MediaBike die morgendliche Einsatzstelle nochmal.

Die Löscharbeiten wurden zwischenzeitlich beendet - und die polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Beamten haben das Haus versiegelt - ein Bauzaun wurde errichtet.