Karfreitag, für viele der CAR-Freitag – der Tag, an dem Motoren heulen und PS-Fans ihre Boliden aus der Garage holen. Für mich dieses Jahr aber: Bike-Freitag. Statt V8-Sound gab’s das satte Brummen meines MediaBikes, die Straße mein Revier.
Die Runde führte mich über die Landstraßen rund um den Tagebau bei Bergheim und Jackerath. Weite Kurven, aufgerissene Horizonte, hin und wieder die riesigen Bagger am Horizont – eine einzigartige Kulisse zwischen Technik und Landschaft.
Das Wetter: bewölkt, aber trocken. Perfekt zum Fahren, ohne Sonnenbrand oder Regen im Helm.
An manchen Abschnitten standen Streifenwagen und mobile Blitzer am Straßenrand – die Polizei hatte den CAR-Freitag im Blick. Doch alles ruhig, niemand übermütig. Mich hat jedenfalls keiner angehalten, und so konnte ich entspannt weiterrollen, Kilometer für Kilometer, mit einem zufriedenen Grinsen unter dem Visier.
Am Ende des Tages war klar: Der Bike-Freitag darf gern zur Tradition werden – weniger Show, mehr Flow.
Heute war es wieder so weit: Die Tankanzeige stand kurz vor null, und es gab kein Entrinnen. Trotz der aktuell schmerzhaft hohen Spritpreise musste ich an die Zapfsäule. Während ich noch über die rasant gestiegenen Kosten im Kraftstoffsektor nachdachte, sprach mich der Tankwart freundlich an – einer dieser seltenen Momente, in denen ein Gespräch beim Tanken sich wirklich lohnt.
Er erzählte mir vom Shell ClubSmart Programm, das mir bisher ehrlich gesagt kaum aufgefallen war. Mit der kostenlosen Registrierung kann man 2 Cent pro Liter sparen oder 2 Punkte pro Liter sammeln, wenn man Shell FuelSave Kraftstoffe tankt. In Zeiten, in denen jeder Cent zählt, ist das auch ein Argument.
Was als Pflichtstopp begann, endete also mit einer kleinen Entdeckung: Sparen beim Tanken ist zwar keine Revolution, aber ein Stück Erleichterung – und manchmal reicht genau das, um den Ärger über die Preise ein bisschen kleiner wirken zu lassen.
Wer auf zwei Rädern unterwegs ist, weiß: Motorradfahren bedeutet Freiheit – aber auch Verantwortung. Damit die Interessen aller Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer in Politik, Verwaltung und Gesellschaft Gehör finden, braucht es starke Stimmen. Eine der wichtigsten ist dieBiker Union e.V., die sich seit fast vier Jahrzehnten für die Rechte und die Sicherheit von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern in Deutschland einsetzt.
Einsatz für die Motorrad-Community
Die Biker Union e.V. (BU) wurde 1986 gegründet – aus einem klaren Motiv: der Diskriminierung von Motorradfahrern entschieden entgegenzutreten und eine politische Interessenvertretung aufzubauen. Heute zählt der Verein rund 4.000 Mitglieder, organisiert in 15 Regionalbüros und etwa 60 Stammtischen bundesweit. Damit ist die BU die größte überregionale Vertretung für Motorradfahrer in Deutschland.
Seit ihrer Gründung arbeitet die Biker Union daran, die Rahmenbedingungen für motorisierte Zweiräder zu verbessern. Themen sind unter anderem:
Verkehrssicherheit auf Landstraßen und in Städten
Faire Regelungen bei Fahrverboten, Lärmschutz und technischer Überwachung
Infrastruktur wie motorradfreundliche Straßenbeläge oder Leitplanken
Mitbestimmung bei Mobilitätskonzepten und Verkehrspolitik
Auch auf europäischer Ebene bringt sich die BU ein, etwa über Kooperationen mit der Federation of European Motorcyclists’ Associations (FEMA). Gemeinsam mit weiteren Verbänden wurden kürzlich aktualisierte Positionspapiere zu 17 motorradpolitischen Themen veröffentlicht – von technischer Sicherheit über Fahrertraining bis hin zu Mobilitätskonzepten der Zukunft
Sichtbar auf der Straße
Eines der bekanntesten Projekte der BU ist die Sternfahrt nach Berlin, die alle zwei Jahre stattfindet. Bei dieser Demonstrationsfahrt rollen hunderte Bikerinnen und Biker aus ganz Deutschland in die Hauptstadt, um unter dem Motto „Gemeinsam fahren, gemeinsam kämpfen für unsere Rechte“ für ihre Anliegen einzustehen. Zuletzt fand die 16. BU-Sternfahrt 2025 mit einer großen Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor statt
Warum ich Mitglied bin
Auch MediaBiker ist stolzes Mitglied der Biker Union e.V. – aus Überzeugung. Ich halte die Arbeit der Biker Union für unverzichtbar, weil sie dafür sorgt, dass wir Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer in der öffentlichen Diskussion nicht vergessen werden. Es geht um Freiheit, Verantwortung und den fairen Umgang im Straßenverkehr – Werte, die die Biker Union konsequent lebt und vertritt.
Gerade in Zeiten von Verkehrswende und neuen Mobilitätskonzepten brauchen wir Menschen, die sich mit Sachverstand, Leidenschaft und Gemeinschaftssinn für Motorradfahrer einsetzen. Die Biker Union e.V. tut genau das – auf der Straße, in der Politik und in der Gesellschaft.
Der MediaBiker ist weit mehr als nur ein Motorradfahrer – er ist das rollende Auge und Ohr des Heinsberg Magazins. Mit Kamera, Leidenschaft und einem Faible für authentische Geschichten ist er seit Jahren im gesamten Kreis Heinsberg unterwegs, um über Feuerwehr-, Polizei- und Rettungseinsätze, Veranstaltungen und lokale Ereignisse zu berichten.
Sein Markenzeichen: das MediaBike – eine Kombination aus Mobilität, Spontanität und Medienarbeit. Wo große Fahrzeuge kaum durchkommen, findet das Motorrad seinen Weg – ob in engen Altstadtgassen, auf Landstraßen oder mitten im Feierabendverkehr.
Der MediaBiker verbindet journalistisches Gespür mit technischer Neugier. Er ist früh morgens beim ersten Blaulicht dabei, aber auch am Abend dort, wo das Leben in Heinsberg pulsiert. Seine Fotos und Berichte zeigen die Region, wie sie wirklich ist – direkt, ehrlich und mit einem feinen Blick fürs Detail.
Neben der schnellen Berichterstattung steht beim MediaBiker eines im Mittelpunkt: Nähe. Nähe zu den Menschen, zu den Helfern, zu den Orten, über die berichtet wird. Ob Feuerwehrübung, Straßenfest oder Großereignis – er ist mittendrin, nicht nur dabei.
So ist der MediaBiker über die Jahre zu einer festen Größe in der lokalen Medienlandschaft geworden – ein Gesicht, das man kennt, ein Name, der für verlässliche Informationen und authentische Eindrücke steht.
Donnerstagmorgen - 02.04.2026 - die erste Tasse Kaffee in der Hand – noch halb im Schlafmodus – ploppt die erste Meldung des Tages auf: Feuerwehreinsatz in Hückelhoven.
Der Tag hatte also früh ein Thema gefunden.
Am gestrigen, übrigens herrlich sonnigen Mittwoch, war ich den ganzen Tag mit privaten Erledigungen beschäftigt: Werkstatttermin, TÜV fürs Auto – der Klassiker. Für eine kleine Motorradrunde blieb da keine Zeit. Umso reizvoller war heute die Idee, den Einsatz mit dem MediaBike zu fahren. Auch wenn die Wetter-App unübersehbar mit Regen drohte, siegte die Lust aufs Fahren.
Ein weiterer Grund: Der Einsatzort lag mitten in einer alten Zechensiedlung – enge Gassen, dichte Bebauung, Parkplätze Mangelware. Mit dem Motorrad dort hinzukommen, war also nicht nur spontaner Impuls, sondern auch schlichtweg praktisch.
Vor Ort zeigte sich wie so oft das routinierte Bild: Die Feuerwehr war schnell, präzise und gut koordiniert. Rauch, Aufregung, ein paar Schaulustige – und dann das kurze Aufatmen, als klar wurde, dass alles glimpflich ausgegangen war.
Als die Einsatzfahrzeuge abrückten, blieb für mich noch Zeit für einen Abstecher: Nur ein paar hundert Meter weiter wird aktuell an einer Brücke gebaut. Ein kurzer Blick aufs Fortschreiten der Arbeiten, ein paar Aufnahmen – und dann ging’s wieder heimwärts.
Zwischen Blaulicht, Regenschauer und Motorradbrummen ein ganz normaler Donnerstag – oder, um es anders zu sagen: ein typischer Tag für den MediaBiker.