Die Rettungsgasse auf deutschen Autobahnen - immer noch ein heikles Thema bei denen viele Autofahrer schlicht überlastet sind.
Vollgestopfte Fahrbahnen - es geht kaum voran und von hinten kommen Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei - und den Platz den man vorher nicht eingeräumt hat fehlt nun.
Das ganze kann man noch toppen indem wir zur genannten Situation noch eine kilometerlange Baustelle hinzufügen - so wie auf der A46 von Neuss in Richtung Heinsberg - in Höhe Jüchen. 800 Meter vor der Einsatzstelle steht die Feuerwehr .... ein Biker hilft aus
A46 bei Jüchen - Richtung Heinsberg - Motorradfahrer bringt Feuerwehrmann als Sozius zum Unfallort weil die Rettungsgasse versagt
Jüchen
Ein Verkehrsunfall auf der A46 in Fahrtrichtung Heinsberg stellte am Dienstagabend nicht nur die Unfallbeteiligten, sondern auch die Einsatzkräfte selbst vor große Herausforderungen. Gegen 21:14 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem Zusammenstoß zweier Pkw im Baustellenabschnitt zwischen Jüchen und dem Kreuz Holz alarmiert.
„Glücklicherweise wurden bei dem Unfall nur zwei Personen leicht verletzt“, erklärte Feuerwehrleiter Heinz-Dieter Abels nach dem Einsatz. Bevor die Rettungskräfte allerdings helfen konnten, gerieten sie selbst in eine kritische Situation: Rund 800 Meter vor der Einsatzstelle stand der Verkehr – ein Vorankommen mit den Einsatzfahrzeugen war unmöglich - Einsatzkräfte standen im Stau da es hier derzeit eine Baustelle gibt.
In dieser Zwangslage zeigte die Feuerwehr Einfallsreichtum. Ein Motorradfahrer wurde gebeten, eine Einsatzkraft als Beifahrer mitzunehmen, um den Weg durch den Stau zur Unfallstelle zu überwinden. So konnte eine rasche Ersterkundung vorgenommen und die nachfolgenden Schritte koordiniert werden, während weitere Kräfte später zu Fuß nachrückten.
„Eine ungewöhnliche Maßnahme, aber sie hat uns wichtige Minuten gespart“, sagte Abels. „Im Ernstfall können diese Minuten entscheidend sein.“
Der Vorfall macht einmal mehr deutlich, dass die Rettungsgasse allein nicht immer ausreichend ist – vor allem nicht in engen Baustellenbereichen. In manchen Bundesländern gibt es daher bereits Schilder, die Autofahrern empfehlen, „versetzt zu fahren“: Fahrzeuge werden mit etwas Abstand zueinander so angeordnet, dass keine eng nebeneinander fahrenden Autos die Bildung einer Passage blockieren. Dadurch können Einsatzfahrzeuge im Notfall auf flexible Weise, etwa im Zickzack, zu Unfallstellen vordringen.
Auch wenn diese Praxis bislang keine Pflicht ist, zeigt der Einsatz auf der A46, dass solche verkehrsorganisatorischen Maßnahmen rettungsrelevante Vorteile bringen können – besonders dort, wo Baustellen den ohnehin schmalen Verkehrsraum zusätzlich einengen.
Symbolfoto KI / Bericht Heinsberg Magazin
Quelle: Feuerwehr Jüchen



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