Christopher Street Day in Heinsberg war heute angesagt. Also ging es heute mit dem MediaBike in unsere Kreisstadt. An der Westpromenade startete der Demostrationszug und ging von dort aus einmal Quer durch die Innenstadt und zum Festgelände zurück.
Ein bunter Umzug - möchte ich einmal so sagen - mit vielen interessanten Menschen und vielen Einstellungen mit denen man auch zurecht kommen muss.
Womit offenbar Menschen nicht so direkt zurecht kommen: Pressevertreter die in Motorradkombi auf dem Motorrad zu den Events anreisen.
Also muss ich mir etwas ausdenken das klarstellt das eine bei mir fehlende Haarpracht nichts mit einer politischen Ausrichtung in einer rechten Ecke zu tun hat - sondern viel mehr dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen ist. Auch eine Lederkombi - also Schutzkleidung für Motorräder - hat in den wenigsten Fällen mit dem "Rocker" oder einem "Sado/Maso" Anhänger zu tun - als vielmehr mit einer persönlichen Schutzausrüstung beim Motorradfahren.
Und das nun jemand mit Lederklamotten und - ok - Glatze ist´s ja noch nicht voll umfänglich - für die Presse arbeiten könnte und eben in genau diesem Outfit zu dem Feiertag der queeren Szene aufschlägt scheint bei unseren weltoffenen und jugendlichen Aufsteigern in die politische Richtung noch nicht ganz ins Bild zu passen.
Vielleicht rufe ich da ja auch mal ein Event ins Leben - den MRD - also den Motorradfahrende Road Day um darauf hinzuweisen das auch Motorradfahrende nicht alle über einen Kamm zu scheren sind und biete dann auch gleichzeitig Workshops an wie: Ansprechen von unbekannten Menschen mit Fotoapparat - so könnte es klappen. Bei Erfolg könnte man den dann auch in der VHS integrieren.
Und dann das Aufbauseminar hinten ranhängen: Wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus.
Nunja - es sei dem jugendlichen Alter geschuldet - und nun muss jemand mit meiner Antwort leben. Dabei könnte ja etliches wesentlich einfacher sein - wenn man nun direkt von Anfang an einen vernünftigen und gesellschaftsfähigen Ton anschlägt.
Aber zurück zu dem CSD - gemütlich und überschaubar - in einem Rahmen der zur Größer der Kreisstadt Heinsberg passt - und soweit ich das beurteilen konnte blieb es auch friedlich - wenngleich offenbar drei Menschen das geschehen mit anderen politischen Augen betrachtet haben.
Die Polizei war mit dem kommunalen Ordnungsdienst in ausreichender Mannschaftsstärke vertreten. Auch das Wetter spielte soweit mit - kleinere Schauer trugen der Stimmung keinen Schaden zu
und so konnte ich neben vielen interessanten Gesprächen mit netten Menschen dann auch wieder den Heimweg antreten.

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