Seit Tagen brennt es nun im Hohen Venn - zwischen Kalterherberg auf der deutschen Seite und Sourbrodt auf belgischem Gebiet.
Am Donnerstag (20.08.2026) ging es dann auch für mich in Richtung Monschau.
Erster Schritt war es dann im Rathaus der Stadt vorstellig zu werden und mich anzumelden. Was ich sagen muss: Der ganze Ablauf - von der 1. Ansprache eines Mitarbeiters bis zur letzten Information bevor ich das Rathaus verlassen habe: Freundlichkeit wird hier groß geschrieben !!! Mit dem Verlassen des Rathauses wurde ich auch schon bei einem Mitarbeiter der Stadt am Feuerwehrgerätehaus in Kalterherberg angekündigt.
Motorradfahrer hin oder her - Feuer im Hohen Venn ... hin oder her ... die Strecke von der Autobahn bis Monschau - und dann von Monschau in Richtung Kalterherberg hat mir gut gefallen. Ich hatte es auch so überhaupt nicht eilig ins Einsatzgebiet zu kommen - tatsächlich habe ich die Fahrt - und die Aussicht hier genossen - wenngleich der Brandgeruch deutlich in der Luft lag.
Am Gerätehaus in Kalterherberg angekommen meldete ich mich zunächst bei der Polizei, später bei der Einsatzleitung der Feuerwehr und zu guter letzt bei dem Mitarbeiter der Stadt vor Ort ... wobei er sich eher bei mir meldete als ich bei ihm. Ich bekam meine Infos die ich benötigte - hatte ein paar gute Gespräche - vor allem mit dem Herrn von der Stadt der mir die Örtlichkeiten erklärte - und wohin ich auf belgischer Seite fahren könnte um ggf. ein paar Bilder schießen zu können.
Ja und dann gings weiter in Richtung Belgien - von Kalterherberg aus über die Grenze und - ja da ging es bereits los. Während die Lage auf deutscher Seite recht entspannt war - Einsatzfahrzeuge kamen und fuhren die ganze Zeit - zwei Löschflugzeuge flogen hin und her - Einsatzkräfte waren unterwegs - aber es wirkte halt sehr entspannt - also während auf deutscher Seite alles entspannt von statten ging - ging es gleich hinter der Grenze los.
Eine Tankstation für Feuerwehrfahrzeuge die den Brand im Hohen Venn bekämpfen war kurz hinter der belgisch-deutschen Grenze eingerichtet worden. Und hier kamen die Fahrzeuge aus dem Venn an - wie hier beispielsweise der "Panther" - wurden aufgetankt und fuhren wieder ins Venn ...
... allerdings wurde hier nicht nur der "Panther" betankt. Auch andere Fahrzeuge der Feuerwehr rollten hier an - fassten Wasser und fuhren wieder ins Hohe Venn.
So ernst die Sache aus diesem Blickwinkel auch erscheint ... Ich drehe mich mit dem folgenden Bild einfach nur mal kurz um ... so verlockend war es auch das MediaBike einfach hier kurz stehen zu lassen und ein paar Schritte dem Weg zu folgen der hier hinter mir liegt ...
Wie oben bereits beschrieben .. trotz des Ernstes der Lage für die Natur und Tierwelt im Hohen Venn ... die Fahrt hier zu den einzelnen Stellen war ein Genuss ...
Und von hier ging es weiter in Richtung des Truppenübungsplatzes Elsenborn und von dort in Richtung Sourbrodt - einer kleinen Ortschaft am Rande des Hohen Venn die in den vergangenen Tagen auch von Evakuierungsmaßnahmen betroffen war. Und hier war richtig was los.
An der Kirche sammelten sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sowie sonstigen Hilfsorganistaionen aus Belgien.
Egal in welche Richtung man schaute - egal wohin man ging - Überall fanden sich Einsatzfahrzeuge der verschiedenen Organisationen wieder. Schwieriger war hier die Kommunikation mit den Einsatzkräften. Die meisten Menschen hier sprechen französisch - allerdings konnte auch diese Hürde gemeistert werden. Einen Weg ins Hohe Venn und ein paar Bilder der Löscharbeiten gab es nicht. Die Fahrten der Feuerwehr für Medienvertreter waren sehr begehrt und hätten längere Wartezeiten mit sich gebracht.
Also ging es dann von hier aus wieder zurück in Richtung Heimat ....
.... allerdings nicht auf dem direkten Weg ... denn den hatte die Polizei gesperrt und wurde für die Einsatzfahrzeuge frei gehalten. Allerdings kann ich nicht sagen das ich mich über die "Umleitung" über Malmedy geärgert hätte ;-)









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